Qualitative Daten

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    Sozialwissenschaften

    FDM-Besonderheiten

    Auch das Forschungsdatenmanagement in den Sozialwissenschaften umfasst die Planung, Organisation, Speicherung, Dokumentation und den Zugriff auf Daten, die im Rahmen sozialwissenschaftlicher Forschungsprojekte generiert werden. Es beinhaltet auch die Sicherstellung der Datenqualität, die Einhaltung ethischer Richtlinien und die langfristige Archivierung der Daten.

    Besonderheiten des Forschungsdatenmanagements in den Sozialwissenschaften liegen vor allem in der Vielfalt der Datenquellen und -formate. Sozialwissenschaftler:innen arbeiten einerseits mit qualitativen Daten wie Interviews, Beobachtungen oder Textdokumenten. Diese Daten können unstrukturiert sein und erfordern daher eine sorgfältige Dokumentation, um ihre Interpretation und Wiederverwendung zu ermöglichen. Andererseits sind quantitative Forschungsdaten, wie sie beispielsweise durch größere und kleinere Umfragen gewonnen werden, ein gängiges Datenformat in den Sozialwissenschaften.

    Sowohl für die Arbeit mit qualitativen als auch mit quantitativen Daten gelten im Rahmen sozialwissenschaftlicher Forschung häufig spezielle Anforderungen im Forschungsdatenmanagement. Diese beziehen sich beispielsweise auf besondere Anonymisierungsstrategien zur Gewährleistung des angemessenen Umgangs mit personenbezogenen Daten. Eine weitere Herausforderung besteht darin, den Datenschutz und die Vertraulichkeit der Daten zu gewährleisten. Sozialwissenschaftliche Forschung kann sensible Informationen über Individuen oder Gruppen enthalten, weshalb der Zugriff auf diese Daten teilweise eingeschränkt oder wenigstens kontrolliert werden muss. Es ist wichtig, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um die Privatsphäre der Datenquellen zu schützen.

    Zusätzlich müssen sozialwissenschaftlich Forschende die langfristige Archivierung und Nachnutzung ihrer Daten berücksichtigen. Die Verfügbarkeit von Forschungsdaten ermöglicht es anderen Wissenschaftler:innen, die Ergebnisse zu überprüfen, neue Erkenntnisse zu generieren und Synergien zwischen verschiedenen Studien herzustellen. Daher ist es wichtig, die Daten in geeigneten Repositorien oder Forschungsdatenzentren zu speichern und entsprechende Metadaten bereitzustellen, um ihre Auffindbarkeit und Wiederverwendbarkeit zu erleichtern.

    Insgesamt erfordert das Forschungsdatenmanagement in den Sozialwissenschaften eine sorgfältige Planung, Organisation und Dokumentation, um die Qualität und Nachvollziehbarkeit der Forschungsergebnisse zu gewährleisten. Es ist eine wichtige Grundlage für transparente und reproduzierbare Forschung in diesem Bereich.

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